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Der rote Ruhraufstand 1920

Aufstand in Mülheim? Die rote Fahne über Essen?

1920, als Lenin schon mit einem Fuß im Mausoleum lag, schwappte eine heute fast vergessene revolutionäre Welle in das industrielle Herz der Weimarer Republik, die zur größten spontanen Erhebung in Deutschland seit den Bauernkriegen führte: zum Ruhraufstand.
Die revolutionären Arbeiter und Soldaten schufen mit der Novemberrevolution 1918 die Grundlage, die Voraussetzungen für eine Demokratie. Die sozialdemokratischen Verräter setzten sich sodann an die Spitze des Staates, wurden von faschistischen Putschisten vertrieben, sodann wurden dieser rechte Kapp Putsch von den Arbeitermassenm Sozialdemokraten und Kommunisten und deren Generalstreik in die Knie gezwungen. Die Demokratie wurde ein zweites Mal errungen - sie ist in Deutschland ein Verdienst der sozialistischen Arbeiterbewegung. Den Arbeitern an Rhein und Ruhr ging der Sieg über die Kappkonsorten nicht weit genug, sie wollten sich nicht erneut um die Früchte der politischen Macht bringen lassen über 50.000 Arbeiter- und Arbeiterinnen erhoben sich bewaffnet und errichteten Räteregierungen. Die in Berlin derweil wieder im Amts sitzende sozialdemnokratische Regierung unter Friedrich Ebert setzte sodann zur Niederschlaguzng der Arbeiter die Reichswehr und eben diese faschistischen Mordbanden ein, vor denen er zuvor noch geflohen war. Die bewaffnetten Truppen schlugen den Aufstand der Arbeiter brutal und blutigst nieder.

Zum Abschluss des theatralen Forschungslabors zum Ruhraufstand tragen die Teilnehmenden ihre über Tage gesammelten REVOLUTIONARY LEFTOVERS zusammen, beschwören die Rote Ruhr Armee und lassen sich von Klängen, Bildern und Worten anderer Zeiten zu einem ha(untologischen Remix inspirieren:

Wie würden wir heute leben, wenn die Aufständischen 1920 erfolgreich gewesen wären?

Gemeinsam mit ihren local heroines wagt sich die EGfKA dabei an das formale Experiment eines performativ und in Echtzeit entstehenden Features heran, in dem sich Zeiten und Fragestellungen überlagern und miteinander verschränken.
Von und mit:

Bini Adamczak, Sabrina Apitz, Jennifer Bartsch, Tobias Bergmann, Sebastian Brohn, Stefanie Doerr, Stefan Gassner, Ulrike Haß, Julius Kindermann, Simon Kubisch, Felix Möser, Konstanze Schmitt, Laura Schroeder, Jons Schüttler, Dafni Sofianopoulou, Jascha Sommer, Peter Strickmann, Florian Thamer, Johanna Tirnthal, Tina Turnheim, Christos Varvantakis und Klaas Werner.

REVOLUTIONARY LEFTOVERS #1 Local Uprisings RUHRAUFSTAND
EGfKA | Erinnerungskultur der besonderen Art
Labor / Diskurs / Vortrag und Live-Feature-Performance | 11.-15. Januar 2018
Gemeinsam mit der Revolutionsforscherin Bini Adamczak, der Theaterwissenschaftlerin Ulrike Haß und einer Gruppe local heroines betreibt die EGfKA im MAKROSCOPE vier Tage lang Erinnerungskultur der besonderen Art Dabei wird ein Raum für die Auseinandersetzung mit den Ereignissen des März 1920 geschaffen, der ästhetische wie politische, handfeste wie theoretische Zugänge berücksichtigt und fragt, wieso dieser Teil der Ruhrgebietsgeschichte so verschüttet ist: Wie würden wir heute leben, wenn die Aufständischen siegreich gewesen wären?

Historical Futures
EGfKA // Bini Adamczak // Ulrike Haß
Spielerisches Diskurs-Format | 12. Jan. 2018
Revolutionary Leftovers
EGfKA | Eine audio-visuelle Spurensuche der Labor-Teilnehmenden
Live-Feature-Performance | 14. Jan. 2018

Filmbeiträge zur ROTEN RUHRARMEE:
https://www.youtube.com/watch?v=U8kQamUGuOw
https://www.youtube.com/watch?v=81HkzCngXX0

Filmtipp
Brennende Ruhr
der DEFA Film (Zweiteiler) ist noch über den handel zu beziehen

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